Kulinarisches

Ananas

Ananas

Und doch: Costa Rica hat viel mehr zu bieten als immer nur Reis und Bohnen!

Da sind zum Beispiel die zahllosen tropischen Früchte wie Guanábana, Naranjilla und Cas. Banane, Ananas und Mangos in allerbester Qualität sind ja schon fast eine Selbstverständlichkeit. Aber auch Brombeeren und ganzjährige Vulkanerdbeeren sind eine wahre Köstlichkeit. Die Früchte eigenen sich neben dem direkten Verzehr auch hervorragend für frisch zubereitete Säfte. Jedes Restaurant bietet immer auch die sogenannten „Naturales“ an: frische Natursäfte, die wahlweise in Wasser oder Milch aufgeschlagen werden. Meine Empfehlung: Am besten immer wieder einen neuen Saft ausprobieren! Es gibt noch viele weitere Früchte!

Maisvarianten

Maisvarianten

Viele Anbauprodukte in Costa Rica sind eingeführte Arten. Zu den seit jeher einheimischen Kulturpflanzen zählen der Kakao, Yuca, Mais, Pejibaye und Palmherzen. Und natürlich fehlen alle diese Zutaten in der costa ricanischen Küche nicht. Die Yuca ist dem ein oder anderen vielleicht auch als Maniok bekannt und die Pejibaye ist die Frucht der Palme, aus deren Stamm man auch die Palmherzen gewinnen kann. Der Kakaoanbau ist aufgrund eines Pilzbefalls stark zurückgegangen, wobei eine neue, resistentere Züchtung Anlass zu neuer Hoffnung gibt. Es ist beim Kakao spannend, die Geschichte der Bohne der Götter vom Anbau bis hin zur hausgemachten 100% Schokolade zu verfolgen. Übrigens: Was wir heute als Maiskolben kennen, verdienen wir zu einem großen Teil der jahrhundertelangen Zucht durch die Urbevölkerung Mittelamerikas.

Traditionelle Kaffeezubereitung

Traditionelle Kaffeezubereitung

Was wäre Costa Rica ohne seinen Kaffee? Die Traditionsfrucht ist zwar nicht heimisch, aber Costa Ricas Erfolgsgeheimnis: Kaffee ist das Anbauprodukt, welches seinerzeit aus einer provinziellen Ex-kolonie eine aufstrebende, junge Republik gemacht hat. Der Kaffee, ein Schlüsselelement in der Entwicklung Costa Ricas, ist darüber hinaus auch noch von ausgezeichneter Qualität. Im Hochland und auf vulkanischem Boden wächst er besonders gut. Traditionsbewusstsein, Leidenschaft und Wissenschaft finden sich alle in einer guten Tasse Kaffee wieder. Ein weiteres fremdes, aber alt gedientes Anbauprodukt ist das Zuckerrohr. Und daraus werden Leckereien wie die Cajetas, Karamellkekse, oder das aromatisch, süße Agua Dulce zubereitet. Eine weitere Zuckerrohrspezialität ist der Rum, der zu weit mehr taugt als zum Cocktail mixen, Kuchen backen oder Feuerzangbowle anzündeln. Guter Rum, wie andere hochwertige Spirituosen, wird bis zu 30 Jahren in Holzfässern gereift.

Kaffee Chorreado in einer Soda

Kaffee Chorreado in einer Soda

Früher oder später muss man in Costa Rica auch Ceviche (roher, marinierter Fisch), Chicharrones (knusprig, saftig gebratenes Schweinefleisch oder –haut) oder Patacones (frittierte, unreife Kochbanane) probieren. Und natürlich führt kein Weg vorbei an den eingangs erwähnten Reis und Bohnen – bis heute wichtige Grundnahrungsmittel. Es ist kein costa ricanisches Frühstück ohne Gallo Pinto denkbar.

Wo es da alles gibt? Am besten man besucht eine Soda, ein kleines, landestypisches Restaurant, welches zumeist keine Alkohollizenz und in manchen Fällen noch nicht einmal eine Speisekarte besitzt. Und dann kann man natürlich den Wochenmarkt oder den zentralen Markt in San José besuchen, oder direkt beim Produzenten einkaufen.

Natürlich gilt, dass jede Region ihren eigenen Reiz hat. Im Besonderen unterscheidet sich die karibische Küche mit viel Kokos und Chili Aromen vom Rest des Landes. Im Norden und Osten liegen die großen Anbaugebiete für Ananas und Bananen, Costa Ricas wichtigsten Exportschlagern. Am Pazifik gibt es guten Fisch und im Hochland Kaffee.

Mein Käsedealer

Mein Käsedealer

Einer meiner Geheimtipps ist ein ausgezeichneter, kleiner Käseproduzent in der Gegend von Turrialba. Richtig guter Käse ist in Costa Rica leider immer noch eine Seltenheit, wobei der Queso Palmito durchaus hervorzuheben ist und auch ein Queso Turrialba kräftig angebraten mit etwas Olivenöl wunderbar schmeckt. Und gleich um die Ecke baut ein leidenschaftlicher Biobauer seine Produkte an.

Zuletzt bleibt noch zu sagen, dass sich das einheimische Bier auch gut trinken lässt. Und ein paar neue kunsthandwerkliche Brauereien sorgen für geschmackvolle Abwechslung.

In diesem Sinne: Guten Appetit und Prost! Costa Rica schmeckt!!

 

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